Points of View


Statements zur Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln

Kein Krieg wurde medial so begleitet wie der gegen Hussein im Frühjahr 2003. Doch auch oder gerade die über 500 Reporter, die als „eingebettete“ Berichterstatter die amerikanischen Truppen an der irakischen Kriegsfront begleiteten, konnten der skeptischen Haltung ihrer Kritiker nichts entgegensetzen. Man sah die Bilder der Angreifer zwar in Echtzeit, doch der Informationswert tendierte gegen Null. Englert setzt mit seiner Serie „Points of View“ individuelle Aussagen dagegen. Er porträtierte fünfzehn Menschen aus dem Irak und fünfzehn US-Amerikaner sowie bekannte Persönlichkeiten aus Deutschland und lässt sie zu einem Krieg Stellung beziehen, der oft immer noch beschönigend als Konflikt bezeichnet wird.