„Mare Manuscha“ bedeutet auf Romanes, der Sprache der Roma,
„Unsere Menschen“. Der Frankfurter Fotograf Alexander Paul Englert
hat Künstler_innen mit Romno-Hintergrund an ihren Lebensorten
getroffen und kunstvolle Momentaufnahmen geschaffen.
 
Sie endstanden für das gleichnamige Buchprojekt der Edition Faust,
für das die Herausgeber_innen Romeo Franz, erster Sinto-Politiker im
Europäischen Parlament und Cornelia Wilß, die Frankfurter Journalistin,
intensive Gespräche mit den hier gezeigten Künstler_innen führten.
 
Sowohl die Bilder als auch die Interviews geben Einblicke in Verfolgung
und Trauma, Migration und Flucht, Heimat und Identität sowie das
Kunstschaffen der Protagonist_ innen. Sie entlarven gewohnte Seh-
und Deutungsmuster der Mehrheitsgesellschaft als Stereotype und
Klischees und stellen die Einzigartigkeit der individuellen Persönlichkeit
in den Mittelpunkt.
 
Zugrunde liegt den Begegnungen in Bild und Text die kritische Aus-
einandersetzung mit kultureller und sozialer Diskriminierung einer
Minderheits- in einer Mehrheitsgesellschaft.
 
Die Zitate, die den Fotografien beigefügt wurden (mouse over text),
stammen aus dem Buch „Mare Manuscha“. Sie sollen neugierig machen,
sich mit den Lebensgeschichten der Portraitierten intensiver zu beschäf-
tigen, das Buch zu Kaufen und in dem Buch zu blättern und zu lesen.

 

„Manchmal. Wenn es mich nervt, sage ich, dass ich Italiener bin. Dann ist Ruhe.“ ROMEO GITANO    
„Manchmal. Wenn es mich nervt, sage ich, dass ich Italiener bin. Dann ist Ruhe.“ ROMEO GITANO    
„...sie vergessen, dass es Kriege – ihre Kriege – gab. Doch nein, das waren nicht ihre Kriege, sondern unsere, von uns allen zusammen, denn wir haben sie kreiert.“ VALÉRIE LERAY
„...sie vergessen, dass es Kriege – ihre Kriege – gab. Doch nein, das waren nicht ihre Kriege, sondern unsere, von uns allen zusammen, denn wir haben sie kreiert.“ VALÉRIE LERAY
„Ich lerne immer mehr, einfach in meine Musik hineinzugehen, ohne groß zu überlegen, woher welche Stilrichtung kommt.“ DEJAN JOVANOVIC
„Ich lerne immer mehr, einfach in meine Musik hineinzugehen, ohne groß zu überlegen, woher welche Stilrichtung kommt.“ DEJAN JOVANOVIC
„Die Roma bringen ihr großes Erbe auch in Zukunft in die europäische Musikkultur ein.“ RICCARDO M SAHITI
„Die Roma bringen ihr großes Erbe auch in Zukunft in die europäische Musikkultur ein.“ RICCARDO M SAHITI
„Wenn man an Musik und Auschwitz denkt, erwarten die meisten etwas Düsteres, schräge Töne, ein Stück voller Dissonanzen und Dis- harmonien. Eben das wollte ich aber nicht ver- mitteln. Mein Requiem klingt harmonisch und melodiös.“ ROGER MORENO
„Wenn man an Musik und Auschwitz denkt, erwarten die meisten etwas Düsteres, schräge Töne, ein Stück voller Dissonanzen und Dis- harmonien. Eben das wollte ich aber nicht ver- mitteln. Mein Requiem klingt harmonisch und melodiös.“ ROGER MORENO
„Ich war die Frau, die die politische Auseinandersetzung mit den Leuten führte.“ ILONA LAGRENE
„Ich war die Frau, die die politische Auseinandersetzung mit den Leuten führte.“ ILONA LAGRENE
„Bis ich zwanzig war, hieß ich Hussein.“ HRISTO KYUCHUKOV
„Bis ich zwanzig war, hieß ich Hussein.“ HRISTO KYUCHUKOV
„Als Maler ist man Komponist, Dirigent und Interpret zugleich, auf gewisse Weise ist man freier.“ IMRICH TOMÁŠ
„Als Maler ist man Komponist, Dirigent und Interpret zugleich, auf gewisse Weise ist man freier.“ IMRICH TOMÁŠ
„Besser, ich spreche über die Roma, als dass es die anderen tun. Es spielt keine Rolle, ob ich stolz darauf bin, dass ich ein Rom bin: Ich bin es einfach.“ NEDJO OSMAN
„Besser, ich spreche über die Roma, als dass es die anderen tun. Es spielt keine Rolle, ob ich stolz darauf bin, dass ich ein Rom bin: Ich bin es einfach.“ NEDJO OSMAN
„Ihr dürft niemals aufgeben. Die bittere Erfahrung von Rassismus muss zur Quelle für mehr Energie und größere Anstrengung werden.“ NICOLETA BITU
„Ihr dürft niemals aufgeben. Die bittere Erfahrung von Rassismus muss zur Quelle für mehr Energie und größere Anstrengung werden.“ NICOLETA BITU
„Schon als junges Kerlchen habe ich Songs gemacht. Es war mir damals bloß noch nicht möglich, die Melodie aufzuschreiben, weil ich keine Noten lesen und auch nicht schreiben konnte.“ ROGER MORENO
„Schon als junges Kerlchen habe ich Songs gemacht. Es war mir damals bloß noch nicht möglich, die Melodie aufzuschreiben, weil ich keine Noten lesen und auch nicht schreiben konnte.“ ROGER MORENO
„Die Katastrophe ist für mich nichts Außergewöhnliches, weil ich in einer Katastrophe lebe.“ ALFRED ULLRICH
„Die Katastrophe ist für mich nichts Außergewöhnliches, weil ich in einer Katastrophe lebe.“ ALFRED ULLRICH
„Ich mach nur noch mein Ding – es muss mir gefallen.“ ROMEO GITANO    
„Ich mach nur noch mein Ding – es muss mir gefallen.“ ROMEO GITANO